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Privatpraxis · ohne Überweisung Niederfeldstraße 45, 68199 Mannheim Termine nach Vereinbarung

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Epilepsie: Abklärung und Behandlung in Mannheim

Privatpraxis von Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel, Facharzt für Neurologie

Nach einem ersten Anfall stellt sich die Frage, ob es ein epileptischer Anfall war und ob weitere folgen könnten. Bei einer bekannten Epilepsie geht es darum, die Therapie gut einzustellen und den Verlauf im Blick zu behalten. Wir hören genau zu, untersuchen sorgfältig und leiten das EEG direkt in der Praxis ab. Für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler, ohne Überweisung.

  • seit2005

    in der Neurologie tätig, in der Türkei und in Deutschland

  • rund40

    Fachpublikationen, u. a. in Movement Disorders und Clinical Neurophysiology

  • 4

    Untersuchungs­verfahren direkt vor Ort: EEG, EMG, NLG und Ultraschall

  • 3

    Sprachen in der Sprechstunde: Deutsch, Englisch und Türkisch

Beratung zu Epilepsie in der neurologischen Privatpraxis MY Neurologie in Mannheim

Kurz erklärt

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist eine Erkrankung des Gehirns mit einer dauerhaft erhöhten Neigung zu epileptischen Anfällen, die ohne akuten Auslöser auftreten. Ein Anfall entsteht, wenn Nervenzellen kurzzeitig übermäßig und gleichzeitig aktiv sind. Neurologen sprechen in der Regel nach zwei solchen Anfällen im Abstand von mehr als 24 Stunden von einer Epilepsie, manchmal schon nach dem ersten, wenn Befunde wie EEG oder MRT ein hohes Risiko für weitere Anfälle zeigen.

Ursachen können Narben nach Verletzungen oder Schlaganfällen, Fehlbildungen, Tumoren, Entzündungen oder eine erbliche Veranlagung sein; oft bleibt die Ursache unbekannt. Nicht jeder Anfall bedeutet eine Epilepsie: Auch eine akute Hirnentzündung, Alkoholentzug, ausgeprägter Schlafmangel oder ein stark entgleister Blutzucker können einen einzelnen Anfall auslösen.

Anfallsformen

Wie zeigt sich ein epileptischer Anfall?

Epileptische Anfälle sehen sehr unterschiedlich aus. Entscheidend ist, wo im Gehirn der Anfall beginnt und ob er sich ausbreitet.

Anfallsform Wie es aussehen kann

Fokaler Anfall mit erhaltenem Bewusstsein
Der Anfall beginnt in einem Teil des Gehirns. Typisch sind Zuckungen oder Kribbeln einer Körperseite, ein aufsteigendes Gefühl im Magen, ein Déjà-vu, ungewöhnliche Gerüche oder Lichtblitze; Sie erleben den Anfall bewusst mit.
Fokaler Anfall mit Bewusstseinsstörung
Der Blick wird starr, die Person reagiert nicht, nestelt, schmatzt oder kaut. Danach besteht oft eine Erinnerungslücke und kurze Verwirrtheit.
Generalisierter tonisch-klonischer Anfall („großer Anfall“)
Bewusstseinsverlust, Versteifen des Körpers, danach rhythmische Zuckungen von Armen und Beinen, oft mit Zungenbiss oder Einnässen; anschließend Müdigkeit und Verwirrtheit. Ein solcher Anfall kann auch aus einem fokalen Anfall entstehen.
Absence
Eine Abwesenheit von wenigen Sekunden mit starrem Blick, die von außen leicht übersehen wird; häufiger im Kindes- und Jugendalter.
Myoklonischer Anfall
Kurze, blitzartige Zuckungen, oft der Arme und oft morgens nach dem Aufwachen; dabei fällt einem zum Beispiel etwas aus der Hand.

Viele Menschen erinnern sich an den Anfall nicht. Die Beschreibung von Angehörigen oder ein kurzes Handyvideo sind deshalb für die Diagnose besonders wertvoll.

Abgrenzung

Epileptischer Anfall oder etwas anderes?

Nicht jeder plötzliche Bewusstseinsverlust und nicht jedes Zucken ist epileptisch. Die Abgrenzung ist wichtig, denn die Behandlung ist eine ganz andere.

Was es auch sein kann Typische Unterschiede

Ohnmacht (Synkope)
oft nach langem Stehen, Schmerz oder Schreck, mit Schwarzwerden vor Augen; Bewusstlosigkeit meist nur kurz, rasche Erholung. Kurze Zuckungen können auch hier vorkommen.
Dissoziativer Anfall
ein nicht-epileptischer Anfall mit seelischem Hintergrund; oft länger dauernd, mit wechselnden Bewegungen und geschlossenen Augen. Er ist real und nicht vorgetäuscht und wird anders behandelt als eine Epilepsie.
Migräne mit Aura
Sehstörungen oder Kribbeln breiten sich langsam über Minuten aus, danach folgen häufig Kopfschmerzen (Kopfschmerzen und Migräne)
Vorübergehende Durchblutungsstörung (TIA)
plötzliche Lähmung, Taubheit oder Sprachstörung, meist ohne Zuckungen; ein Notfall (Schlaganfall)
Schlafstörungen
Bewegungen oder Verhalten im Schlaf, etwa bei Schlafwandeln oder einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung

Erste Hilfe

Krampfanfall: Was tun?

Das hilft

  • Ruhe bewahren und auf die Uhr schauen

  • Die Person vor Verletzungen schützen: Gegenstände wegräumen, etwas Weiches unter den Kopf legen

  • Enge Kleidung am Hals lockern, eine Brille abnehmen

  • Nach dem Anfall in die stabile Seitenlage bringen und bleiben, bis die Person wieder ganz wach ist

  • Wenn möglich den Anfall filmen, das hilft später bei der Diagnose

Das bitte nicht

  • Nichts in den Mund schieben

  • Die Person nicht festhalten und die Zuckungen nicht unterdrücken

  • Nichts zu trinken geben, solange sie nicht ganz wach ist

Rufen Sie den Notruf 112, wenn ein Anfall länger als fünf Minuten dauert, wenn mehrere Anfälle aufeinander folgen, ohne dass die Person zwischendurch wieder zu sich kommt, wenn es ein erster Anfall ist, wenn sich die Person verletzt hat, wenn der Anfall im Wasser passiert ist oder wenn die Atmung danach nicht wieder normal wird.

Ablauf

Wie wird Epilepsie diagnostiziert?

EEG-Ableitung zur Abklärung epileptischer Anfälle in der Praxis in Mannheim
  1. Schritt 1

    Vorbereitung.

    Bringen Sie, wenn möglich, eine Person mit, die den Anfall gesehen hat, oder ein Handyvideo. Dazu Arztbriefe, frühere EEG- und MRT-Befunde und eine Liste Ihrer Medikamente.

  2. Schritt 2

    Ausführliches Gespräch.

    Was haben Sie vor dem Anfall gespürt, was haben andere beobachtet, wie lange hat es gedauert, wie ging es Ihnen danach? Wir fragen auch nach Schlaf, Alkohol, Medikamenten, früheren Ereignissen und Fällen in der Familie.

  3. Schritt 3

    Neurologische Untersuchung.

    Sie zeigt, ob Hinweise auf eine Schädigung einer bestimmten Hirnregion bestehen.

  4. Schritt 4

    EEG in der Praxis und weitere Untersuchungen.

    Das EEG (EEG-Untersuchung) leiten wir direkt in der Praxis ab. Eine MRT des Kopfes mit speziellen Aufnahmen für die Epilepsie-Diagnostik und Blutuntersuchungen veranlassen wir gezielt. Bleibt die Einordnung unklar, kommen ein EEG nach Schlafentzug oder ein Langzeit- oder Video-EEG in einem spezialisierten Zentrum infrage.

  5. Schritt 5

    Befund und Plan.

    Wir besprechen mit Ihnen, ob es sich um einen epileptischen Anfall gehandelt hat, wie hoch das Risiko weiterer Anfälle ist und ob eine Behandlung sinnvoll ist. Auch Fragen zu Führerschein, Beruf und Alltag gehören dazu.

Behandlung

Wie wird Epilepsie behandelt?

Ob nach einem ersten Anfall schon eine Behandlung nötig ist, hängt vom Risiko weiterer Anfälle ab. Bei einer gesicherten Epilepsie werden in der Regel anfallssuppressive Medikamente eingesetzt, auch Antiepileptika genannt. Welches Medikament passt, richtet sich nach der Epilepsieform, Ihrem Alter, Begleiterkrankungen, anderen Medikamenten und Ihrer Lebenssituation.

Baustein Was dazugehört

Medikamentöse Therapie
Beginn mit einem Medikament in niedriger Dosis, langsame Steigerung bis zur wirksamen und gut verträglichen Dosis. Bei vielen Menschen bleiben die Anfälle damit aus.
Verlaufskontrollen
regelmäßige Termine mit Gespräch über Anfälle und Nebenwirkungen, je nach Verlauf EEG-Kontrollen in der Praxis und Blutwerte; ein Anfallskalender hilft dabei.
Anpassung
Treten weiter Anfälle auf oder stören Nebenwirkungen, passen wir Dosis oder Medikament an.
Überweisung ins Epilepsiezentrum
Wenn zwei geeignete Medikamente die Anfälle nicht ausreichend verhindern, sollte in einem spezialisierten Zentrum geprüft werden, ob weitere Möglichkeiten wie eine Operation infrage kommen.
Auslöser meiden
regelmäßiger Schlaf, wenig Alkohol und die zuverlässige Einnahme der Medikamente senken das Risiko weiterer Anfälle.
Absetzen
Nach mehreren anfallsfreien Jahren kann ein Absetzversuch besprochen werden, immer schrittweise und ärztlich begleitet. Setzen Sie Medikamente nie eigenständig ab. Während des Absetzens und in den ersten drei Monaten danach sollten Sie in der Regel nicht Auto fahren.

Alltag

Epilepsie im Alltag: Führerschein, Beruf und Kinderwunsch

Darf ich mit Epilepsie Auto fahren?

Für Pkw und Motorrad gelten die Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung. In der Regel ist Autofahren nach einem ersten Anfall ohne Hinweis auf eine Epilepsie nach sechs anfallsfreien Monaten wieder möglich, nach einem Anfall mit klarem, vermeidbarem Auslöser nach drei Monaten und bei einer Epilepsie nach einem Jahr ohne Anfälle. Für Lkw und Fahrgastbeförderung gelten deutlich strengere Regeln. Was in Ihrem Fall gilt, besprechen wir mit Ihnen.

Kinderwunsch, Verhütung und Beruf

Einige anfallssuppressive Medikamente können die Wirkung der Pille abschwächen, umgekehrt kann die Pille den Spiegel mancher Medikamente senken. Andere erhöhen in der Schwangerschaft das Risiko für Fehlbildungen oder Entwicklungsstörungen des Kindes. Sprechen Sie deshalb einen Kinderwunsch möglichst früh an, damit die Therapie in Ruhe angepasst werden kann; setzen Sie bei einer Schwangerschaft nichts eigenständig ab. Auch zu Beruf, Sport und Schichtarbeit beraten wir Sie, abhängig von Anfallsform und Verlauf.

Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel, Facharzt für Neurologie in Mannheim, im Gespräch mit einer Patientin

Arzt

Ihr Arzt: Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel

Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel ist Facharzt für Neurologie und seit 2005 neurologisch tätig. Die klinische Neurophysiologie mit EEG ist ein Schwerpunkt seiner Arbeit, die Epilepsie eines seiner Forschungsthemen: Er veröffentlichte unter anderem zur Abgrenzung epileptischer von nicht-epileptischen Anfällen und war als Mitautor an Studien zu Gefäßrisikomarkern unter anfallssuppressiver Therapie beteiligt. Das Gespräch ist auf Deutsch und auf Türkisch möglich.

Werdegang und Publikationen

Kosten

Was kostet die Behandlung in der Privatpraxis?

Kosten und Erstattung

  • Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), und zwar nach den Leistungen, die tatsächlich erbracht werden – etwa Beratung, Untersuchung und EEG. Einen Pauschalpreis gibt es deshalb nicht.

  • Veranlasste Untersuchungen wie MRT oder Labor rechnen die durchführenden Stellen gesondert ab.

  • Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten die Kosten je nach Tarif beziehungsweise Beihilfevorschrift.

  • Selbstzahler erhalten vorab eine schriftliche Information über die voraussichtlichen Kosten.

Eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich.

Leistungen

Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS)

Alle Leistungen

Multiple Sklerose (MS)

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems; je nach Verlauf können ganz unterschiedliche neurologische Beschwerden auftreten. Wir bieten eine individuelle neurologische Untersuchung, regelmäßige Verlaufskontrollen sowie eine individuell abgestimmte Therapie und Therapiebegleitung.

Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall sind eine gezielte neurologische Abklärung und eine langfristige Betreuung wichtig. Neben der Kontrolle und Behandlung von Risikofaktoren gehören regelmäßige neurologische Verlaufskontrollen dazu; je nach individuellem Risikoprofil kann eine jährliche Duplex-Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefäße sinnvoll sein. Mögliche Folgebeschwerden berücksichtigen wir bei jeder Verlaufskontrolle. Bei akuten Anzeichen eines Schlaganfalls wählen Sie sofort den Notruf 112.

Häufige Fragen zu Epilepsie

Ich hatte einen ersten Anfall. Habe ich jetzt Epilepsie?

Nicht unbedingt. Viele Menschen haben nur einen einzigen Anfall, etwa durch Schlafmangel, Alkohol oder eine akute Erkrankung. Ob ein erhöhtes Risiko für weitere Anfälle besteht, zeigen vor allem die genaue Beschreibung, das EEG und die MRT. Nach einem ersten Anfall gehört die Erstversorgung in die Notaufnahme (Notruf 112); danach sollte zeitnah eine neurologische Abklärung folgen.

Was löst einen epileptischen Anfall aus?

Bei bekannter Epilepsie sind häufige Auslöser Schlafmangel, Alkohol, vergessene Tabletten, Fieber und starke Belastung. Flackerlicht löst nur bei einer kleinen Gruppe mit Lichtempfindlichkeit Anfälle aus. Oft lässt sich aber kein Auslöser finden.

Muss ich nach einem Anfall ins Krankenhaus?

Nach einem ersten Anfall, bei einem Anfall von mehr als fünf Minuten, bei mehreren Anfällen hintereinander oder bei Verletzungen ja: Wählen Sie den Notruf 112. Bei bekannter Epilepsie und einem typischen kurzen Anfall mit vollständiger Erholung ist das meist nicht nötig; informieren Sie dann zeitnah Ihre behandelnde Praxis.

Kann man Epilepsie heilen?

Bei vielen Menschen bleiben die Anfälle mit Medikamenten aus, und manche Epilepsien, vor allem im Kindesalter, wachsen sich aus. Nach mehreren anfallsfreien Jahren kann ein Absetzversuch besprochen werden. Bei einer Epilepsie mit klar umschriebenem Ausgangspunkt kann in einem Epilepsiezentrum eine Operation geprüft werden.

Kann ein Schlaganfall eine Epilepsie auslösen?

Ja. Narben nach einem Schlaganfall gehören bei älteren Menschen zu den häufigen Ursachen einer Epilepsie. Anfälle können Wochen bis Jahre danach auftreten. Mehr zur Nachsorge finden Sie unter Schlaganfall.

Welcher Arzt behandelt Epilepsie?

Diagnose und Behandlung übernehmen Neurologinnen und Neurologen, bei Kindern Kinderneurologen. Wenn die Anfälle trotz geeigneter Medikamente nicht ausbleiben oder die Einordnung unklar ist, kommt zusätzlich ein spezialisiertes Epilepsiezentrum hinzu.

Termin zur Abklärung und Betreuung bei Epilepsie

Ob nach einem ersten Anfall oder zur weiteren Betreuung einer bekannten Epilepsie: Vereinbaren Sie einen Termin telefonisch oder per E-Mail, eine Überweisung brauchen Sie nicht. Das Gespräch ist auf Deutsch und auf Türkisch möglich.

MY Neurologie – Privatpraxis für Neurologie
Niederfeldstraße 45, 68199 Mannheim
Telefon: 0621 817191

Quellen und weiterführende Informationen

  1. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter. S2k-Leitlinie, 2023. AWMF-Registernummer 030-041.
  2. Fisher R. S. et al.: ILAE official report: a practical clinical definition of epilepsy. Epilepsia, 2014.
  3. Beniczky S. et al.: Updated classification of epileptic seizures: Position paper of the International League Against Epilepsy. Epilepsia, 2025.
  4. Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung, Kapitel Anfallsleiden.
  5. Deutsche Epilepsievereinigung: Informationen für Betroffene und Angehörige.

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Beratung oder Behandlung. Ob eine Behandlung für Sie geeignet ist, wird individuell im persönlichen Gespräch beurteilt.

Medizinisch verantwortlich: Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel, Facharzt für NeurologieLetzte Aktualisierung: