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Gedächtnis­sprechstunde in Mannheim

Gedächtnisstörungen und Demenz neurologisch abklären – in der Privatpraxis von Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel, Facharzt für Neurologie

Lässt das Gedächtnis nach oder sorgen Sie sich um einen Angehörigen, kann eine frühzeitige Abklärung helfen, behandelbare Ursachen zu erkennen und eine mögliche Demenz einzuordnen. Gespräch und Gedächtnistests sind auf Deutsch und auf Türkisch möglich. Für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler, ohne Überweisung.

  • seit2005

    in der Neurologie tätig, in der Türkei und in Deutschland

  • rund40

    Fachpublikationen, u. a. in Movement Disorders und Clinical Neurophysiology

  • 3

    Untersuchungs­verfahren direkt vor Ort: EMG, NLG und Ultraschall

  • 2

    Sprachen in der Sprechstunde: Deutsch und Türkisch

Gespräch in der Gedächtnissprechstunde mit einer Patientin und ihrem Angehörigen

Kurz erklärt

Was passiert in einer Gedächtnis­sprechstunde?

Eine Gedächtnissprechstunde klärt, ob Vergesslichkeit oder Konzentrationsprobleme auf eine Erkrankung hinweisen. Dazu gehören ein ausführliches Gespräch, möglichst auch mit einer vertrauten Person, standardisierte Gedächtnistests, Blutuntersuchungen und in der Regel eine Bildgebung des Gehirns. Ziel ist, behandelbare Ursachen zu erkennen und eine beginnende Demenz früh einzuordnen.

Wann abklären

Wann ist Vergesslichkeit ein Grund zur Abklärung?

Gelegentlich einen Namen oder einen Termin zu vergessen, der einem später wieder einfällt, ist meist normal, besonders bei Stress oder Schlafmangel. Abklären lassen sollten Sie Veränderungen, die zunehmen oder den Alltag spürbar beeinflussen, zum Beispiel:

  • Kürzlich Erlebtes oder Gespräche werden vergessen, dieselben Fragen wiederholt gestellt

  • Vertraute Tätigkeiten wie Bankgeschäfte, Kochen oder die Bedienung von Geräten fallen schwerer

  • Orientierungsprobleme, auch in bekannter Umgebung

  • Zunehmende Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden

  • Angehörige bemerken Veränderungen im Verhalten, in der Stimmung oder im Antrieb

Auch Depressionen, Schilddrüsenerkrankungen, ein Vitamin-B12-Mangel, Nebenwirkungen von Medikamenten oder ein Normaldruckhydrozephalus können das Gedächtnis beeinträchtigen. Viele dieser Ursachen lassen sich behandeln.

Ablauf

Wie läuft die Gedächtnis­sprechstunde ab?

Uhrentest als Teil eines standardisierten Gedächtnistests
  1. Schritt 1

    Vorbereitung.

    Bringen Sie eine Liste aller Medikamente, vorhandene Befunde und MRT- oder CT-Aufnahmen sowie Ihre Brille und gegebenenfalls Ihr Hörgerät mit. Wenn Sie einverstanden sind, begleitet Sie eine vertraute Person.

  2. Schritt 2

    Ausführliches Gespräch.

    Wir fragen, welche Veränderungen seit wann bestehen und wie sie sich im Alltag zeigen, nach Stimmung, Schlaf, Vorerkrankungen und Medikamenten. Die Schilderung einer vertrauten Person ist dabei oft besonders aufschlussreich.

  3. Schritt 3

    Neurologische Untersuchung.

    Sie zeigt, ob es Hinweise auf andere Ursachen gibt, etwa Zeichen einer Durchblutungsstörung, einer Parkinson-Krankheit oder eine Gangstörung.

  4. Schritt 4

    Gedächtnistests.

    Mit standardisierten Kurztests wie dem MoCA, dem DemTect oder dem Uhrentest prüfen wir Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache und Orientierung; ein Kurztest dauert meist etwa zehn bis 15 Minuten. Fällt er unauffällig aus, obwohl Beschwerden bestehen, veranlassen wir eine ausführlichere neuropsychologische Testung.

  5. Schritt 5

    Blutuntersuchungen und Bildgebung.

    Blutwerte wie Blutbild, Salze, Blutzucker, Nieren- und Leberwerte, Schilddrüse und Vitamin B12 helfen, behandelbare Ursachen zu finden. Eine MRT des Kopfes veranlassen wir in einer radiologischen Praxis; in bestimmten Fällen kommt eine Untersuchung des Nervenwassers in einem spezialisierten Zentrum hinzu.

  6. Schritt 6

    Befundgespräch.

    Wir erklären Ihnen die Ergebnisse verständlich und besprechen die nächsten Schritte, auf Wunsch gemeinsam mit Ihren Angehörigen. Bei Bedarf vereinbaren wir Verlaufskontrollen.

Diagnostik und Sprache

Was geschieht in der Praxis – und was veranlassen wir?

  • In der Praxis

    ausführliches Gespräch mit Ihnen und einer Begleitperson, neurologische Untersuchung, standardisierte Gedächtnistests, Befundbesprechung, Beratung der Angehörigen und Verlaufskontrollen

  • Bei Bedarf veranlasst

    Laboruntersuchungen, MRT in einer radiologischen Praxis, ausführliche neuropsychologische Testung sowie Nervenwasseruntersuchung und weitere Spezialverfahren in spezialisierten Zentren

Warum die Sprache beim Gedächtnistest zählt

Gedächtnistests messen auch Sprache. Werden sie in einer Zweitsprache durchgeführt, kann das Ergebnis schlechter ausfallen, als es der tatsächlichen Leistung entspricht. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) empfiehlt deshalb gemeinsam mit weiteren Fachgesellschaften, die Diagnostik bei nicht ausreichenden Deutschkenntnissen in der Muttersprache oder mit professionellen Dolmetschern und mit kultursensiblen Testverfahren durchzuführen. In unserer Praxis sind Gespräch, Tests und Befundbesprechung auf Deutsch und auf Türkisch möglich.

Behandlung

Wie geht es nach der Diagnose weiter?

Behandelbare Ursachen behandeln

Zeigt sich eine behandelbare Ursache, etwa ein Vitaminmangel, eine Schilddrüsenerkrankung, eine Depression oder eine ungünstige Medikamentenkombination, steht deren Behandlung an erster Stelle. Danach prüfen wir, ob sich das Gedächtnis erholt.

Bei einer leichten kognitiven Störung

Liegt eine leichte kognitive Störung vor, sind die Leistungen messbar vermindert, der Alltag aber weitgehend selbstständig möglich. Nicht jede leichte kognitive Störung entwickelt sich zu einer Demenz. Wichtig sind dann:

  • Blutdruck, Blutzucker und eine mögliche Depression gut behandeln

  • Regelmäßige körperliche Aktivität, etwa Ausdauertraining

  • Geistig und sozial aktiv bleiben

  • Verlaufskontrollen, um Veränderungen früh zu erkennen

Bei einer Alzheimer-Demenz

Medikamente aus der Gruppe der Acetylcholinesterase-Hemmer werden bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz eingesetzt, in späteren Stadien ein weiterer Wirkstoff. Sie können Beschwerden eine Zeit lang lindern, den Verlauf aber nicht aufhalten. Ebenso wichtig sind körperliche Aktivität, geistige Anregung, Ergotherapie, Musiktherapie und die Unterstützung der Familie.

Angehörige

Was Angehörige wissen sollten

Eine Gedächtnisstörung betrifft fast immer die ganze Familie. Angehörige sind in der Sprechstunde willkommen, wenn die betroffene Person einverstanden ist.

  • Mitkommen lohnt sich.

    Ihre Beobachtungen aus dem Alltag sind für die Diagnose oft entscheidend.

  • Vorsorge früh regeln.

    Eine Vorsorgevollmacht setzt voraus, dass die betroffene Person ihre Tragweite noch versteht; bei einer beginnenden Demenz ist das oft noch der Fall.

  • Autofahren ansprechen.

    Bei leichter Demenz besteht kein grundsätzliches Fahrverbot, die Fahrsicherheit sollte aber regelmäßig überprüft werden. Spätestens im mittelschweren Stadium muss das Autofahren aufgegeben werden.

  • Unterstützung nutzen.

    Beratung bietet zum Beispiel das Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (030 259 37 95 14). Bei wachsendem Hilfebedarf können Leistungen der Pflegeversicherung beantragt werden.

Arzt

Ihr Arzt: Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel

Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel ist Facharzt für Neurologie und seit 2005 neurologisch tätig, in der Türkei und in Deutschland. Als Oberarzt an der Gülhane Militärmedizinischen Akademie in Ankara betreute er Menschen mit Demenz ambulant und stationär. Demenz und kognitive Störungen gehören zu seinen fachlichen Schwerpunkten. Türkisch ist seine Muttersprache; Gespräch, Tests und Befundbesprechung sind deshalb auch auf Türkisch möglich, für Betroffene ebenso wie für ihre Angehörigen.

Werdegang und Publikationen

Kosten

Was kostet die Gedächtnis­sprechstunde?

Kosten und Erstattung

  • Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), und zwar nach den Leistungen, die tatsächlich erbracht werden – etwa Gespräch, Untersuchung, Gedächtnistests und Beratung. Einen Pauschalpreis gibt es deshalb nicht.

  • Laboruntersuchungen, MRT und weitere Spezialuntersuchungen werden von den durchführenden Stellen gesondert abgerechnet.

  • Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten die Kosten je nach Tarif beziehungsweise Beihilfevorschrift.

  • Selbstzahler erhalten vorab eine schriftliche Information über die voraussichtlichen Kosten.

Eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich.

Leistungen

Bewegungs­störungen und Gedächtnis

Alle Leistungen

Morbus Parkinson

Diagnose nach den Kriterien der International Parkinson and Movement Disorder Society (MDS), Einstellung der Therapie und langfristige Verlaufskontrolle. Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel hat am Universitätsklinikum Würzburg zur Neurophysiologie der Parkinson-Krankheit geforscht.

Tremor (Zittern)

Wir klären, welche Form von Zittern vorliegt, etwa ein essentieller Tremor, ein Zittern bei Parkinson oder ein Zittern durch Medikamente oder die Schilddrüse, und ob eine Behandlung nötig ist.

Häufige Fragen zu Gedächtnis und Demenz

Welcher Arzt ist bei Verdacht auf Demenz der richtige?

Erste Anlaufstelle ist oft die Hausarztpraxis. Für eine gründliche Abklärung sind Fachärztinnen und Fachärzte für Neurologie oder Psychiatrie sowie Gedächtnissprechstunden die richtigen Ansprechpartner. In unserer Privatpraxis können Sie direkt einen Termin vereinbaren, eine Überweisung ist nicht nötig.

Wie läuft ein Demenztest beim Neurologen ab?

Ein Demenztest besteht aus Aufgaben zu Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache und räumlichem Denken, etwa Wörter merken oder eine Uhr zeichnen. Ein Kurztest dauert meist etwa zehn bis 15 Minuten. Er allein ergibt keine Diagnose: Erst zusammen mit Gespräch, Untersuchung, Blutwerten und Bildgebung lässt sich einordnen, ob und warum das Gedächtnis beeinträchtigt ist.

Kann man Demenz mit einem Bluttest feststellen?

Für die Alzheimer-Krankheit gibt es inzwischen Bluttests auf bestimmte Eiweiße. Nach der aktuellen Leitlinie soll der Nachweis der Alzheimer-typischen Veränderungen aber nicht allein auf einen Bluttest gestützt werden; er ergänzt die Untersuchung, ersetzt sie nicht. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten solche Tests derzeit nicht.

Sind Online-Demenztests zuverlässig?

Online-Tests können eine erste Orientierung geben, aber keine Diagnose stellen. Ergebnisse hängen stark von Tagesform, Sprache und Bildung ab. Machen Sie sich Sorgen um Ihr Gedächtnis, ist eine ärztliche Abklärung der verlässlichere Weg.

Ist Vergesslichkeit mit 50 schon ein Zeichen für Demenz?

In aller Regel nicht. In diesem Alter stecken hinter Vergesslichkeit meist Stress, Schlafmangel, eine Depression, Medikamente oder eine andere behandelbare Ursache. Nimmt die Vergesslichkeit zu oder bemerken Angehörige Veränderungen, ist eine Abklärung sinnvoll.

Was ist eine leichte kognitive Störung?

Bei einer leichten kognitiven Störung sind Gedächtnis oder andere geistige Fähigkeiten messbar stärker vermindert, als es dem Alter entspricht, der Alltag gelingt aber weitgehend selbstständig. Sie kann verschiedene Ursachen haben und entwickelt sich nicht in jedem Fall zu einer Demenz. Regelmäßige Verlaufskontrollen zeigen, wie es sich entwickelt.

Termin in der Gedächtnis­sprechstunde

Sie möchten Ihr Gedächtnis überprüfen lassen oder machen sich Sorgen um einen Angehörigen? Vereinbaren Sie einen Termin telefonisch oder per E-Mail, eine Überweisung brauchen Sie nicht. Gespräch und Tests sind auf Deutsch und auf Türkisch möglich.

MY Neurologie – Privatpraxis für Neurologie
Niederfeldstraße 45, 68199 Mannheim
Telefon: 0621 817191

Quellen und weiterführende Informationen

  1. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN): S3-Leitlinie Demenzen (Living Guideline), Version 6.1, 2026. AWMF-Registernummer 038-013.
  2. DGPPN, DGGPP, DEGAM, Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Empfehlungen für die Demenzdiagnostik für Menschen mit Migrationshintergrund, 2023.
  3. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Nutzenbewertungen der Anti-Amyloid-Antikörper, 2026.
  4. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Alzheimer-Demenz. gesundheitsinformation.de
  5. Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Infoblätter zu Vorsorgeverfügungen und zum Autofahren bei Demenz.
  6. Medizinischer Dienst Bund: IGeL-Monitor, Hirnleistungs-Check zur Früherkennung einer Demenz.

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Beratung oder Behandlung. Ob eine Behandlung für Sie geeignet ist, wird individuell im persönlichen Gespräch beurteilt.

Medizinisch verantwortlich: Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel, Facharzt für NeurologieLetzte Aktualisierung: 28.09.2026