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Ultraschall der Halsschlagader in Mannheim

Doppler- und Duplexsonographie in der Privatpraxis von Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel, Facharzt für Neurologie

Der Ultraschall zeigt schmerzfrei und ohne Strahlung, ob sich in den Halsschlagadern Ablagerungen gebildet haben und wie stark ein Gefäß dadurch verengt ist. Sinnvoll ist er, wenn es einen konkreten Anlass gibt, etwa die Kontrolle einer bekannten Verengung oder die Nachsorge nach einer Durchblutungsstörung des Gehirns. Für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler, ohne Überweisung.

  • seit2005

    in der Neurologie tätig, in der Türkei und in Deutschland

  • rund40

    Fachpublikationen, u. a. in Movement Disorders und Clinical Neurophysiology

  • 3

    Untersuchungs­verfahren direkt vor Ort: EMG, NLG und Ultraschall

  • 2

    Sprachen in der Sprechstunde: Deutsch und Türkisch

Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader im Liegen

Kurz erklärt

Was zeigt der Ultraschall der Halsschlagader?

Bei der Doppler- und Duplexsonographie werden die Arterien am Hals, die das Gehirn mit Blut versorgen, mit Ultraschall untersucht. Das Schnittbild zeigt die Gefäßwand und Ablagerungen, sogenannte Plaques; der Doppler misst, wie schnell das Blut fließt. Daraus ergibt sich, ob und wie stark ein Gefäß verengt ist. Die Untersuchung ist schmerzfrei und kommt ohne Strahlung aus.

Doppler und Duplex

Doppler, Duplex, Farbduplex: der Unterschied

  • Doppler

    Misst allein die Geschwindigkeit des Blutflusses, ohne Bild der Gefäßwand.

  • Duplex

    Verbindet das Schnittbild der Gefäßwand mit der Messung des Blutflusses.

  • Farbduplex

    Stellt den Blutfluss zusätzlich farbig im Bild dar; die Leitlinie empfiehlt dieses Verfahren bei Verdacht auf eine Verengung.

Untersucht werden auf beiden Seiten die gemeinsame, die innere und die äußere Halsschlagader, bei Bedarf auch die Wirbelarterien.

Wann sinnvoll

Wann ist ein Ultraschall der Halsschlagader sinnvoll?

  • Zur regelmäßigen Kontrolle einer bekannten Verengung

  • Zur Nachsorge nach einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA), einem Schlaganfall oder einer vorübergehenden Erblindung eines Auges

  • Nach einer Operation oder Stentbehandlung an der Halsschlagader

  • Bei mehreren Gefäßrisikofaktoren, wenn das Ergebnis die Behandlung verändern würde

Sofort den Notruf 112 wählen bei

  • plötzlicher Lähmung oder Taubheit, vor allem auf einer Körperseite
  • plötzlichen Sprach- oder Sehstörungen, auch bei einer vorübergehenden Erblindung eines Auges
  • plötzlichem Schwindel mit Gangunsicherheit

Das gilt auch, wenn die Beschwerden nach wenigen Minuten wieder verschwinden. Die akute Abklärung gehört in eine Klinik mit Schlaganfalleinheit; der Ultraschall in der Praxis ersetzt sie nicht. Liegen solche Beschwerden erst wenige Tage zurück und wurden sie noch nicht in einer Klinik abgeklärt, warten Sie bitte nicht auf einen Praxistermin, sondern lassen Sie sich umgehend in einer Klinik mit Schlaganfalleinheit untersuchen.

Vorsorge ohne Beschwerden

Ultraschall als Vorsorge, auch ohne Beschwerden?

Für Menschen ohne Beschwerden empfehlen die Leitlinien keinen allgemeinen Ultraschall der Halsschlagader als Vorsorge.

Bedeutsame Verengungen sind ohne Beschwerden selten, und nicht jeder auffällige Befund hat Folgen. Eine Untersuchung ohne Anlass kann deshalb unnötig beunruhigen und weitere Untersuchungen oder Eingriffe nach sich ziehen, die selbst Risiken haben.

Sinnvoll sein kann der Ultraschall bei mehreren Gefäßrisikofaktoren, etwa Bluthochdruck, Diabetes, erhöhten Blutfetten oder Rauchen, oder bei einer bekannten Gefäßerkrankung an anderer Stelle. Voraussetzung ist, dass das Ergebnis die Behandlung verändern würde, zum Beispiel die Einstellung von Blutdruck und Cholesterin. Ob das bei Ihnen zutrifft, besprechen wir vor der Untersuchung.

Ablauf

So läuft die Untersuchung der Halsschlagader ab

Ultraschallbild der Halsschlagader im Längsschnitt
  1. Schritt 1

    Gespräch.

    Wir fragen nach dem Anlass, nach Beschwerden, Gefäßrisikofaktoren und früheren Befunden. Bringen Sie Vorbefunde und Arztbriefe mit, besonders frühere Ultraschall- oder Operationsberichte.

  2. Schritt 2

    Lagerung.

    Sie liegen entspannt auf dem Rücken, den Kopf leicht zur Seite gedreht. Tragen Sie am besten Kleidung, die den Hals frei lässt, und legen Sie Halsketten ab.

  3. Schritt 3

    Untersuchung.

    Mit etwas Gel wird der Schallkopf auf die Haut am Hals gesetzt. Beide Seiten werden im Längs- und Querschnitt untersucht und der Blutfluss gemessen. Die Untersuchung ist schmerzfrei; eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig.

  4. Schritt 4

    Dauer.

    In der Regel etwa 15 bis 30 Minuten.

  5. Schritt 5

    Befundgespräch.

    Die Bilder werden schon während der Untersuchung beurteilt. Anschließend besprechen wir das Ergebnis und, wenn nötig, die nächsten Schritte.

Befund

Was im Befund steht

  • Plaques

    Ablagerungen in der Gefäßwand. Der Befund beschreibt ihre Lage, Größe und Beschaffenheit. Kalkhaltige Anteile erscheinen im Bild hell; eine „Verkalkung“ allein sagt noch nichts darüber, wie stark das Gefäß verengt ist.

  • Grad der Verengung

    angegeben in Prozent, nach dem international üblichen NASCET-Standard, meist in Zehnerschritten.

  • Blutfluss

    die gemessenen Geschwindigkeiten, aus denen sich, zusammen mit dem Bild, der Grad der Verengung ableitet.

  • Intima-Media-Dicke

    die Dicke der inneren Gefäßwandschichten. Um das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko vorherzusagen, eignet sie sich nach heutigem Stand nicht; aussagekräftiger sind Plaques und Verengungen.

Bei Verengung

Wenn eine Verengung gefunden wird

  • Risikofaktoren behandeln

    Blutdruck, Blutfette und Blutzucker gut einstellen, nicht rauchen, sich regelmäßig bewegen. Häufig gehören Cholesterinsenker und Medikamente gegen das Verklumpen der Blutplättchen dazu.

  • Regelmäßig kontrollieren

    Eine bekannte Verengung wird in der Regel alle sechs bis zwölf Monate mit Ultraschall kontrolliert.

  • Verengung mit Beschwerden

    Hat eine Verengung von mindestens 50 Prozent bereits Beschwerden verursacht, etwa eine TIA, wird umgehend geprüft, ob eine Operation infrage kommt; nach der Leitlinie soll sie innerhalb von zwei Wochen nach dem Ereignis erfolgen. Wir stellen Sie dafür ohne Verzögerung in einer Gefäßchirurgie vor.

  • Verengung ohne Beschwerden

    Bei höhergradigen Verengungen ohne Beschwerden wird individuell abgewogen, ob zusätzlich zu Medikamenten eine Operation oder ein Stent sinnvoll ist. Die Empfehlungen dazu werden derzeit überarbeitet; wir besprechen mit Ihnen den aktuellen Stand.

Ob eine Verengung bereits Beschwerden verursacht hat, ist für die Behandlung entscheidend. Nach der Leitlinie sollte diese Unterscheidung durch einen in der Schlaganfalldiagnostik erfahrenen Neurologen erfolgen, auf Grundlage eines ausführlichen Gesprächs und der neurologischen Untersuchung.

Arzt

Ihr Arzt: Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel

Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel ist Facharzt für Neurologie und seit 2005 neurologisch tätig, in der Türkei und in Deutschland. Als Oberarzt an der Gülhane Militärmedizinischen Akademie in Ankara betreute er unter anderem Menschen nach einem Schlaganfall. Als Mitautor war er an einer Studie zur Regulation der Hirndurchblutung bei Schlafapnoe beteiligt (Sleep Medicine, 2017). Den Befund erklärt er Ihnen verständlich, auf Deutsch oder auf Türkisch.

Werdegang und Publikationen

Kosten

Was kostet ein Ultraschall der Halsschlagader?

Kosten und Erstattung

  • Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), und zwar nach den Leistungen, die tatsächlich erbracht werden – in der Regel Beratung, Untersuchung und Ultraschall. Einen Pauschalpreis gibt es deshalb nicht.

  • Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten medizinisch notwendige Untersuchungen je nach Tarif beziehungsweise Beihilfevorschrift. Ein Ultraschall ohne medizinischen Anlass ist dagegen eine Wunschleistung und wird in der Regel nicht erstattet.

  • Selbstzahler erhalten vorab eine schriftliche Information über die voraussichtlichen Kosten.

Eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich.

Diagnostik

Diese Untersuchungen führen wir in der Praxis durch

Alle Untersuchungen

Neurologische Untersuchung

Die Grundlage jeder neurologischen Diagnose. Wir prüfen unter anderem Hirnnerven, Reflexe, Kraft, Gefühl, Koordination und Gang und grenzen so ein, ob und wo das Nervensystem betroffen ist.

Elektro­myographie (EMG)

Eine feine Nadelelektrode misst die elektrische Aktivität einzelner Muskeln in Ruhe und bei Anspannung. Das Muster gibt Hinweise darauf, ob eine Schwäche vom Muskel selbst ausgeht oder von den Nerven, die ihn versorgen.

Nervenleit­geschwindigkeit (NLG)

Schwache Stromimpulse reizen einen Nerv über die Haut; Oberflächenelektroden zeichnen auf, wie schnell und wie kräftig er das Signal weiterleitet. Das gibt Hinweise darauf, ob ein Nerv geschädigt ist, an welcher Stelle und in welcher Form.

Häufige Fragen zum Ultraschall der Halsschlagader

Welcher Arzt macht einen Ultraschall der Halsschlagader?

Den Ultraschall der Halsschlagadern führen unter anderem Neurologen, Gefäßmediziner (Angiologen), Gefäßchirurgen und Radiologen durch. Ob eine Verengung bereits Beschwerden verursacht hat, ist für die Behandlung entscheidend; nach der Leitlinie sollte das ein in der Schlaganfalldiagnostik erfahrener Neurologe beurteilen. In unserer Praxis untersucht Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel, Facharzt für Neurologie, selbst.

Wie merkt man, dass die Halsschlagader verengt ist?

Oft gar nicht: Eine Verengung verursacht lange keine Beschwerden. Erste Zeichen können eine plötzliche Lähmung oder Taubheit einer Körperseite, Sprachstörungen oder eine vorübergehende Erblindung eines Auges sein. Dann wählen Sie sofort den Notruf 112, auch wenn die Beschwerden wieder abklingen.

Ist die Untersuchung unangenehm, und muss ich mich vorbereiten?

Nein. Sie liegen entspannt, der Schallkopf wird mit etwas Gel auf den Hals gesetzt. Die Untersuchung ist schmerzfrei, ohne Strahlung und dauert in der Regel etwa 15 bis 30 Minuten; eine Vorbereitung ist nicht nötig.

Sollte ich meine Halsschlagader ohne Beschwerden untersuchen lassen?

Als allgemeine Vorsorge empfehlen die Leitlinien das nicht. Sinnvoll sein kann der Ultraschall bei mehreren Gefäßrisikofaktoren oder einer bekannten Gefäßerkrankung an anderer Stelle, vorausgesetzt, das Ergebnis würde die Behandlung verändern. Das besprechen wir vorher gemeinsam.

Was bedeutet die Intima-Media-Dicke?

Sie beschreibt die Dicke der inneren Schichten der Gefäßwand. Um das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko vorherzusagen, eignet sie sich nach heutigem Stand nicht; aussagekräftiger sind Plaques und Verengungen.

Wie oft sollte eine bekannte Verengung kontrolliert werden?

In der Regel alle sechs bis zwölf Monate. Nach einer Operation oder Stentbehandlung sind Kontrollen kurz nach dem Eingriff, nach sechs Monaten und danach jährlich üblich.

Was hilft gegen Plaques in der Halsschlagader?

Entscheidend ist die Behandlung der Risikofaktoren: Blutdruck, Blutfette und Blutzucker gut einstellen, nicht rauchen und sich regelmäßig bewegen, oft ergänzt durch Medikamente wie Cholesterinsenker. Ziel ist, das Fortschreiten der Ablagerungen und das Schlaganfallrisiko zu verringern.

Termin zum Ultraschall der Halsschlagader

Sie möchten eine bekannte Verengung kontrollieren lassen oder haben nach einer bereits abgeklärten Durchblutungsstörung des Gehirns Fragen zur Nachsorge? Vereinbaren Sie einen Termin telefonisch oder per E-Mail, eine Überweisung brauchen Sie nicht. Das Gespräch ist auf Deutsch und auf Türkisch möglich.

MY Neurologie – Privatpraxis für Neurologie
Niederfeldstraße 45, 68199 Mannheim
Telefon: 0621 817191

Quellen und weiterführende Informationen

  1. Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) u. a.: Diagnostik, Therapie und Nachsorge der extracraniellen Carotisstenose. S3-Leitlinie, 2. Auflage 2020. AWMF-Registernummer 004-028 (Gültigkeit abgelaufen, in Überarbeitung).
  2. Eckstein H.-H., Kühnl A., Berkefeld J., Lawall H., Storck M., Sander D.: Diagnostik, Therapie und Nachsorge der extrakraniellen Karotisstenose. Deutsches Ärzteblatt 2020; 117(47): 801–807.
  3. Naylor R. et al.: European Society for Vascular Surgery (ESVS) 2023 Clinical Practice Guidelines on the Management of Atherosclerotic Carotid and Vertebral Artery Disease. European Journal of Vascular and Endovascular Surgery 2023; 65: 7–111.
  4. IGeL-Monitor (Medizinischer Dienst Bund): Ultraschall der Halsschlagadern zur Schlaganfallvorsorge. Aktualisiert 08.07.2021.
  5. Deutsche Herzstiftung: Stellungnahme zu Ablagerungen in der Halsschlagader (Prof. Dr. med. Stephan Baldus). herzstiftung.de
  6. Visseren F. L. J. u. a.: 2021 ESC Guidelines on cardiovascular disease prevention in clinical practice. European Heart Journal 2021; 42: 3227–3337.
  7. Öz O., Taşdemir S., Akgün H. u. a. (Mitautor: Yücel M.): Decreased cerebral vasomotor reactivity in patients with obstructive sleep apnea syndrome. Sleep Medicine 2017; 30: 88–92.

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Beratung oder Behandlung. Ob eine Untersuchung für Sie sinnvoll ist, wird individuell im persönlichen Gespräch beurteilt.

Medizinisch verantwortlich: Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel, Facharzt für NeurologieLetzte Aktualisierung: 29.09.2026