
Elektromyographie (EMG)
Eine feine Nadelelektrode misst die elektrische Aktivität einzelner Muskeln in Ruhe und bei Anspannung. Das Muster gibt Hinweise darauf, ob eine Schwäche vom Muskel selbst ausgeht oder von den Nerven, die ihn versorgen.
PraxisNiederfeldstraße 45, 68199 Mannheim Terminenach Vereinbarung
In der Privatpraxis von Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel, Facharzt für Neurologie
Reflexe, Kraft, Gefühl, Koordination und Gang: Die neurologische Untersuchung hilft einzugrenzen, ob und wo das Nervensystem betroffen ist. Sie ist die Grundlage jeder neurologischen Diagnose, braucht keine Vorbereitung und ist in der Regel nicht schmerzhaft. Für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler, ohne Überweisung.
in der Neurologie tätig, in der Türkei und in Deutschland
Fachpublikationen, u. a. in Movement Disorders und Clinical Neurophysiology
Untersuchungsverfahren direkt vor Ort: EMG, NLG und Ultraschall
Sprachen in der Sprechstunde: Deutsch und Türkisch

Kurz erklärt
Bei der neurologischen Untersuchung wird nach einem ausführlichen Gespräch geprüft, wie gut das Nervensystem arbeitet: Hirnnerven, Kraft, Muskelspannung, Reflexe, Gefühl, Koordination, Stand und Gang sowie Gedächtnis und Sprache. Dafür genügen einfache Hilfsmittel wie Reflexhammer und Stimmgabel. Das Ergebnis hilft einzugrenzen, ob und wo das Nervensystem betroffen ist.
Was untersucht wird
| Bereich | Was geprüft wird | So läuft es ab |
|---|---|---|
| Hirnnerven | Sehen, Augenbewegungen und Pupillen, Gesichtsmuskeln, Hören, Schlucken und Zunge; bei Bedarf der Geruchssinn | Sie folgen etwa mit den Augen einem Finger, runzeln die Stirn oder zeigen die Zähne. |
| Kraft und Muskelspannung | Kraft einzelner Muskelgruppen, Muskelspannung, Muskelschwund und Feinmotorik | Sie drücken gegen die Hand des Arztes; Arme und Beine werden locker durchbewegt. |
| Reflexe | Muskeleigenreflexe und krankhafte Reflexe | Mit dem Reflexhammer wird kurz auf eine Sehne geklopft; über die Fußsohle wird gestrichen. |
| Gefühl | Berührung, Schmerz, Temperatur, Vibration und Lagesinn | Mit Wattestäbchen oder Pinsel, abwechselnd spitz und stumpf, warm und kalt sowie mit der Stimmgabel; für den Lagesinn wird bei geschlossenen Augen ein Finger oder Zeh leicht nach oben oder unten bewegt. |
| Koordination | Zielgenauigkeit und flüssige Bewegungen | Finger-Nase- und Knie-Hacke-Versuch, schnelle Wechselbewegungen der Hände |
| Stand und Gang | Gleichgewicht, Gangbild und Standsicherheit | Romberg-Stehversuch, Unterberger-Tretversuch, Gehen auf einer Linie, Zehen- und Hackengang |
| Gedächtnis und Sprache | Orientierung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Sprache | Im Gespräch, bei Bedarf mit standardisierten Kurztests |
| Vegetatives Nervensystem | Blutdruckregulation, Blase und Darm | Gezielte Fragen, bei Bedarf Blutdruckmessung im Liegen und Stehen |
Viele Tests der neurologischen Untersuchung haben eigene Namen. So laufen sie ab und das prüfen sie:
Sie stehen mit geschlossenen Füßen, erst mit offenen, dann mit geschlossenen Augen. Wird der Stand erst mit geschlossenen Augen unsicher, kann das auf eine Störung des Lagesinns hinweisen, etwa bei einer Polyneuropathie.
Mit geschlossenen Augen treten Sie etwa 50 Schritte auf der Stelle. Eine deutliche Drehung zu einer Seite kann auf eine Störung des Gleichgewichtsorgans hinweisen; bewertet wird das immer zusammen mit anderen Befunden.
Mit geschlossenen Augen führen Sie den Zeigefinger in einem weiten Bogen zur Nasenspitze. Geprüft wird die Zielgenauigkeit, die vor allem das Kleinhirn steuert.
Im Liegen setzen Sie eine Ferse auf das Knie des anderen Beins und führen sie am Schienbein entlang nach unten. So wird die Koordination der Beine geprüft.
Eine schwingende Stimmgabel wird auf Knochenpunkte gesetzt, etwa an der Großzehe. Auf einer Skala von 0 bis 8 lässt sich ablesen, wie gut die Vibration gespürt wird; ein vermindertes Vibrationsempfinden kann auf eine Polyneuropathie hinweisen.
Ein Nylonfaden, der sich bei einem festgelegten Druck von 10 Gramm biegt, prüft das Druckempfinden an den Füßen, vor allem bei Diabetes.
Beim Bestreichen des äußeren Fußsohlenrands beugen sich die Zehen normalerweise nach unten. Streckt sich die Großzehe nach oben, kann das auf eine Störung der Nervenbahn vom Gehirn zum Rückenmark hinweisen; bei Säuglingen ist das normal.
Ablauf
Eine gute Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer sorgfältigen Untersuchung. Planen Sie für den ersten Termin deshalb ausreichend Zeit ein.
Schritt 1
Hilfreich sind Arztbriefe, Vorbefunde, MRT- oder CT-Aufnahmen und eine aktuelle Liste aller Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel. Denken Sie an Brille oder Hörgerät; bei Gedächtnisfragen sind Angehörige willkommen.
Schritt 2
Wir fragen, seit wann die Beschwerden bestehen, wie sie sich entwickelt haben, was sie auslöst oder bessert, welche Vorerkrankungen Sie haben, welche Medikamente Sie einnehmen und ob es Erkrankungen in der Familie gibt. Das Gespräch liefert oft die wichtigsten Hinweise.
Schritt 3
Wir prüfen Hirnnerven, Kraft, Reflexe, Gefühl, Koordination sowie Stand und Gang. Tragen Sie bequeme Kleidung; für die Untersuchung von Beinen und Füßen ziehen Sie Schuhe und Strümpfe aus.
Schritt 4
Stehen Gedächtnis oder Konzentration im Vordergrund, ergänzen standardisierte Kurztests die Untersuchung.
Schritt 5
Wir erklären Ihnen, was die Untersuchung zeigt, und besprechen, ob weitere Untersuchungen nötig sind: EMG, Nervenmessung oder Ultraschall der Halsschlagadern in der Praxis; Laboruntersuchungen veranlassen wir, eine MRT erfolgt per Überweisung.
Plötzliche Lähmungen oder Taubheit einer Körperseite, Sprach- oder Sehstörungen können auf einen Schlaganfall hinweisen. Wählen Sie dann sofort den Notruf 112, auch wenn die Beschwerden rasch wieder abklingen.
Was die Untersuchung zeigt
Die neurologische Untersuchung zeigt vor allem, wo eine Störung liegt: im Gehirn, im Rückenmark, an den Nerven oder in den Muskeln.
Die Ursache lässt sich daraus nicht immer ablesen.
Oft genügen Gespräch und Untersuchung für die Diagnose, etwa bei Migräne, bei einem gutartigen Lagerungsschwindel oder bei der Parkinson-Krankheit.
Weitere Untersuchungen braucht es, wenn die Ursache geklärt werden muss oder der Befund nicht eindeutig ist, etwa Blutwerte bei einer Polyneuropathie oder eine MRT bei Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung.
Arzt
Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel ist Facharzt für Neurologie und seit 2005 neurologisch tätig, in der Türkei und in Deutschland. Als Dozent für Neurologie in Ankara hat er Medizinstudierende unterrichtet und Ärztinnen und Ärzte in ihrer neurologischen Weiterbildung begleitet. Was die Untersuchung zeigt, erklärt er Ihnen verständlich, auf Deutsch oder auf Türkisch.
Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), und zwar nach den Leistungen, die tatsächlich erbracht werden – in der Regel Beratung und neurologische Untersuchung, bei Bedarf weitere Leistungen wie Kurztests oder Messungen. Einen Pauschalpreis gibt es deshalb nicht.
Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten die Kosten je nach Tarif beziehungsweise Beihilfevorschrift.
Selbstzahler erhalten vorab eine schriftliche Information über die voraussichtlichen Kosten.
Eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich.
Diagnostik

Eine feine Nadelelektrode misst die elektrische Aktivität einzelner Muskeln in Ruhe und bei Anspannung. Das Muster gibt Hinweise darauf, ob eine Schwäche vom Muskel selbst ausgeht oder von den Nerven, die ihn versorgen.
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Schwache Stromimpulse reizen einen Nerv über die Haut; Oberflächenelektroden zeichnen auf, wie schnell und wie kräftig er das Signal weiterleitet. Das gibt Hinweise darauf, ob ein Nerv geschädigt ist, an welcher Stelle und in welcher Form.
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Doppler- und Duplexsonographie zeigen schmerzfrei und ohne Strahlung Ablagerungen in den Halsschlagadern und wie stark eine Verengung den Blutfluss beeinträchtigt.
Mehr erfahrenAm Anfang steht ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamente. Danach prüft der Neurologe Hirnnerven, Kraft, Reflexe, Gefühl, Koordination sowie Stand und Gang. Zum Schluss bespricht er mit Ihnen den Befund und ob weitere Untersuchungen wie eine Nervenmessung oder eine MRT sinnvoll sind.
In der Regel nicht. Einzelne Prüfungen, etwa mit einer spitzen Nadel für das Schmerzempfinden, können kurz unangenehm sein. Sagen Sie Bescheid, wenn Ihnen eine Bewegung schwerfällt oder Schmerzen bereitet.
Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig. Nehmen Sie Ihre Medikamente wie gewohnt ein, tragen Sie bequeme Kleidung und bringen Sie Vorbefunde, Aufnahmen und eine Medikamentenliste mit.
Der neurologische Befund fasst zusammen, was bei der Untersuchung aufgefallen ist, etwa abgeschwächte Reflexe oder ein vermindertes Vibrationsempfinden an den Füßen. Ein unauffälliger Befund bedeutet, dass die geprüften Funktionen normal sind. Er schließt aber nicht jede Erkrankung aus. Was der Befund für Sie bedeutet, besprechen wir im Anschluss.
Weil erst das Gesamtbild zeigt, wo eine Störung liegt. Ein Kribbeln in der Hand kann etwa vom Handgelenk, von der Halswirbelsäule oder von mehreren Nerven zugleich ausgehen; die Untersuchung der übrigen Körperteile hilft, das zu unterscheiden.
Nur, wenn der Befund oder die Beschwerden es erfordern. Viele Diagnosen, etwa Migräne oder ein gutartiger Lagerungsschwindel, lassen sich ohne Bildgebung stellen. Ist eine MRT sinnvoll, veranlassen wir sie in einer radiologischen Praxis und besprechen das Ergebnis mit Ihnen.
Neue Beschwerden, unklare Symptome oder eine zweite Meinung? Vereinbaren Sie einen Termin telefonisch oder per E-Mail, eine Überweisung brauchen Sie nicht. Das Gespräch ist auf Deutsch und auf Türkisch möglich.
MY Neurologie – Privatpraxis für NeurologieDie Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Beratung oder Behandlung.
Medizinisch verantwortlich: Assoc. Prof. (TR) Dr. med. Mehmet Yücel, Facharzt für NeurologieLetzte Aktualisierung: 29.09.2026